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Technik für mehr Nachhaltigkeit - Neue Entwicklungen im Schulgarten der Ernst-Reuter-Schule II

Im Schulgartenkurs der Ernst-Reuter-Schule II gibt es neue Entwicklungen. Der Kurs ist Teil eines von der Bayer Foundation geförderten MINT- und Nachhaltigkeitsprojekts. Ziel ist es, den Schulgarten nachhaltig weiterzuentwickeln und ökologische Fragestellungen mit technischen Lösungen zu verbinden. In einem ersten Projektschritt wurden bereits die alten Hochbeete abgebaut und neue, stabile Beete vorbereitet – in enger Absprache mit der Berufsorientierungsklasse im Bildungsgang Geistige Entwicklung (BO). Neben der funktionalen Nutzung sollen die Hochbeete auch optisch verschönert werden. Aktuell beschäftigen sich die Jugendlichen des Wahlpflichtkurses „Schulgarten" intensiv mit der Entwicklung eines autonomen Bewässerungssystems. Nach einer gemeinsamen Einführung in die Vorteile automatischer Bewässerung recherchierten die Jugendlichen selbstständig zu verschiedenen Systemen und trafen eine begründete Auswahl für eine Lösung mit Microcontroller. In der heutigen Arbeitseinheit ging es in die praktische Umsetzung: In Kleingruppen bauten die Jugendlichen mithilfe von Anleitungen die notwendigen Bauteile für das Bewässerungssystem selbstständig zusammen. Zunächst wird das System als Prototyp an einer Zimmerpflanze getestet, um Funktionsweise und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Sobald die Technik zuverlässig funktioniert, soll das Bewässerungssystem auf die Hochbeete im Schulgarten übertragen und dort unter realen Bedingungen getestet werden. Dabei werden die Jugendlichen erneut vor praxisnahe Herausforderungen gestellt – etwa bei der Stromversorgung, der sicheren Einrichtung der Technik, der Anpassung an äußere Einflüsse wie Wetterbedingungen sowie an unterschiedliche Pflanzenbedürfnisse. Diese Herausforderungen sollen gemeinsam analysiert und Schritt für Schritt gelöst werden. Das Projekt ist fächerübergreifend angelegt und verbindet Inhalte aus Biologie, Physik, Informatik und Gesellschaftslehre. Es zeigt eindrucksvoll, wie praxisnahes Lernen, technisches Verständnis und nachhaltiges Handeln im Schulalltag miteinander verknüpft werden können. Die Jugendlichen erleben dabei, wie aus theoretischen Überlegungen konkrete, funktionierende Lösungen entstehen.

(verfasst von I. Amsalkhir, Projektleiterin