Ernst-Reuter-Schule II

Gesamtschule der Stadt Frankfurt a. M.
mit inklusivem Unterricht
- eine Schule für alle -


Juli 2015
Schülerinnen und Schüler der ERS II im Dialog mit dem Dalai Lama

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Vier ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule II hatten im Juli die einmalige Möglichkeit, an einem Dialog mit dem Dalai Lama anlässlich seines 80. Geburtstages im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt teilzunehmen.

Hiervon berichtet Salamath:
"Heute ist der 13. Juli 2015, wir gehen in das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, um mit dem Dalai Lama zu sprechen. Zuvor haben wir an zwei Workshops teilgenommen, um etwas über den zu tibetischen Buddhismus zu erfahren und welche Rolle, aber auch Einstellung der Dalai Lama bzgl. der Welt hat.
Im Raum des Dialogs herrschte eine gespannte Erwartung, denn gleich sollte der Dalai Lama kommen. Wir waren hauptsächlich nur Schülerinnen und Schüler, da der Dalai Lama nur mit uns und nicht mit den Erwachsenen sprechen wollte. Ihn interessierte, wie wir die Welt heute und auch in Zukunft sehen.
Als er eintraf machten wir alle ein Zeichen des Respekts, welches wir zuvor gelernt hatten. Das Gespräch begann, wir konnten ihm Fragen stellen, über unsere Sichtweise berichten und ihm erklären, was uns beschäftigt. Er antwortete auf alle Fragen sehr genau. Es ging ihm hauptsächlich darum, dass wir begriffen, dass die Welt ein Geschenk sei und dass alle Kriege und Probleme hauptsächlich durch menschliche Taten ausgelöst werden, und folglich auch durch uns Menschen wieder zu lösen wären. Daher hat die Welt eine gute Chance in Frieden zu leben, wenn jeder Mensch sich an seiner positiven Seite orientiert. Dafür sind vor allem wir jungen Menschen wichtig, um aus der Vergangenheit zu lernen und diese in ein positives Wirken und Sein zu ändern, denn so können wir Jungen die Welt Stück für Stück ändern. Vor allem beeindruckte mich die Aussage, dass nicht ein Gott Kriege beenden kann: Wenn wir Menschen Kriege anfangen, können und müssen wir sie auch beenden. Weiterhin finde ich sehr beeindruckend, dass der Dalai Lama allen Lebewesen helfen möchte, die seine Hilfe brauchen und auch annehmen. Es geht nicht in erster Linie um uns selbst, sondern um das, was jeder mit seiner Kraft und Hilfe bewirken kann.
Das ganze Gespräch wurde auf Englisch geführt, es gab jedoch einen Übersetzter, der uns beim Verstehen half. Nach dem Gespräch hatten alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit dem Dalai Lama ein Gruppenfoto zu machen, was besonders toll war. Ein ganz besonderer Teil wurde Fine und mir übertragen, wir durften dem Dalai Lama das Geschenk der Gruppe übergeben. Zum Schluss hatte ich noch die Chance, dem Dalai Lama auf eine sehr persönliche Frage zu antworten, woher ich komme. Ich sagte ihm aus Contoun, daraufhin antwortete er, dass es sein Wunsch ist, dass Afrika in Freiheit und Frieden leben kann. Das war besonders schön.
An diesem Tag war eine besondere Stimmung in uns, sehr friedlich und entspannt. Der Dalai Lama ist ein Mensch mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und Ausstrahlung: ruhig, weise, mitunter lustiger und freundlich. Er denkt an alle Menschen und möchte ihnen helfen. Außerdem besitzt er ein besonders einnehmendes Lächeln. Und das haben wir an diesem Tag alle selbst erfahren können.
Danke an alle, die uns diesen besonderen Tag ermöglicht haben. Wir werden versuchen die Botschaft des Dalai Lama weiter zu geben und so die Welt positiv zu verändern.“