Ernst-Reuter-Schule II

Gesamtschule der Stadt Frankfurt a. M.
mit inklusivem Unterricht
- eine Schule für alle -


Psychologische Beratung


Fachbereich Integration/ Psychologische Beratung
Gudrun Casagrande
Frank Stahl

Beratungskonzept der Ernst-Reuter-Schule II
Die Beratung an der ERS II ist wesentlicher Bestandteil des pädagogisch-therapeutischen Gesamtkonzeptes. Schwerpunkte unserer Arbeit sind Lern- und Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern, die wir als Symptome von Grundstörungen verstehen. Häufig weisen sie auf familiäre Schwierigkeiten und/oder organische Ursachen hin.
Diese Auffälligkeiten betrachten wir nicht isoliert, folglich sehen wir bei der Beratung von einer Symptomzentrierung ab. Hilfsangebote sind auf die ganze Person gerichtet. Hierbei werden Aspekte verschiedener Verfahren in spezifischer, indivi-duell angepasster Weise kombiniert und angewendet (u.a. diagnostische Erstge-spräche, Testverfahren, psychotherapeutische Beratung, Verhaltenstraining).
In der Beratung und Förderung der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen wir umfassend den psychosozialen Kontext. Dies erfordert ggf. eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen schulischen und außerschulischen Fachkräften.
Die Beratung erfolgt auf freiwilliger Basis.
Die BeraterInnen unterliegen der Schweigepflicht.

1. Inhalte der Beratungsarbeit an der ERS II

  • Krisenintervention und/oder mittel- bis langfristige Beratung oder Therapie von Kindern und Jugendlichen und deren Eltern;
  • Beratung von Lehrerinnen und Lehrern;
  • zeitlich begrenzte, themenzentrierte Kleingruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen, zu Themen wie z.B. schulisch bedingte Ängste, Stressabbau und Gewaltprävention;
  • Projekttage zu ausgewählten psychosozialen Themen;
  • Bearbeitung von Konflikten in Lerngruppen;
  • beratende Teilnahme an Teamsitzungen, Konferenzen u.a.;
  • Erziehungsberatung;
  • seit 2011: Dyskalkulie- und LRS-Zentrum (siehe die gesonderten Konzeptionen)

2. Aufnahme von Kindern und Jugendlichen in die Beratung
  • Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche in die Beratung aufzunehmen:
  • LehrerInnen vermitteln den Kontakt von SchülerInnen zum Beratungsteam;
  • Erziehungsberechtigte wenden sich an das Beratungsteam;
  • Kinder und Jugendliche suchen von sich aus die BeraterInnen auf.
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3. Kooperation mit innerschulischen Fachkräften
Es findet eine intensive Beratung mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen statt; in begründeten Einzelfällen auch mit den Stufenleitungen und der Schulleitung.
Kooperation mit
  • den im Beratungsteam arbeitenden Psychotherapeutinnen und -therapeuten (Inter- und Supervision);
  • den im Gemeinsamen Unterricht der ERS II arbeitenden Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen;
  • den Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen der Schulsozialarbeit (SiS);
  • den Therapeutinnen und Therapeuten des vae (Verein für Arbeits- und Erziehungshilfe):
  • Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Psychomotorik;
  • der DrogenberatungslehrerIn;
  • den MitarbeiterInnen der Mediation;
  • den von uns vermittelten NachhilfelehrerInnen.


4. Kooperation mit außerschulischen Institutionen
Nach Erstellung eines individuellen Förderprofils kooperieren wir bei Bedarf mit folgenden Institutionen:

  • Erziehungsberatungsstellen;
  • Sozialrathäuser;
  • Zentrum für Erziehungshilfe;
  • Kinder- und Jugendlichenpsychiatrien;
  • Ambulanz des Instituts für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie;
  • Fachinstitute für Legasthenie und Dyskalkulie;
  • niedergelassene FachärztInnen u. a. m..


5. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Psychologische Beratung“
Die BeraterInnen sind vom Grundberuf LehrerInnen und haben alle eine lang-jährige psychotherapeutische/beraterische Ausbildung.
Verschiedene Fachrichtungen und Professionen sind vertreten:

  • Analytische Psychotherapie/Psychoanalyse für Kinder und Jugendliche
  • Gestalttherapie
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
  • Psychodrama